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By Nele Noesselt

Die innerchinesische Auseinandersetzung mit Modellen der Internationalen Beziehungen und die Konzeption alternativer Ordnungsvorstellungen sind in der westlichsprachigen Literatur bislang noch nicht aufgearbeitet worden. Damit schließt das Buch eine Lücke im Bereich der IB-Forschung, die sich bislang weitgehend auf westliche Modellentwürfe beschränkt, bietet aber auch dem Sinologen und dem an China interessierten Leser Einblick in diejenigen strategischen Diskurse, die der Ausgestaltung der chinesischen Außenpolitik und der Selbstpositionierung Chinas im Weltgeschehen unterliegen.

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Auch Bourdieu (1977; 1981; 1996). 45 Zweiten Weltkrieg, entstanden ist. Damit stand auch diese anfangs im Schatten der deutlich früher etablierten US-amerikanischen Forschung, so dass sich ein eigenständiges Forschungsfeld erst nach und nach abgrenzen und formieren konnte. 28 Diese Aspekte zählen zu den notwendigen Kriterien, um von der Existenz einer IB-Forschung als eigenständiger wissenschaftlicher Disziplin ausgehen zu können. Ein weiteres Bewertungskriterium ist die Autonomie des Forschungsfeldes hinsichtlich der Theorie(er)findung.

Denn der Entwurf demokratischer Nationalstaaten beispielsweise fußt auf dem Konzept des Nationalismus, dem einerseits eine durchaus berechtigte emanzipatorische Funktion (Befreiungskriege; Dekolonialisierung), andererseits zugleich jedoch auch eine ideologische Komponente zugeschrieben wird: Als ideologisch erweist sich der nationalistische Gedankenkomplex, insofern er ein konkretes Herrschaftsinteresse mit einer idealistischen Zielsetzung vermengt und begründet. In der Perspektive des Nationalismus erscheinen die Territorialstaaten als instrumentale Machtgebilde, durch deren Handlungen sich die Selbstbestimmung souveräner Völker („Nationen“) verwirklicht.

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